Sonntag, 13. August 2017

Frage 11: Kannst du dich gut von Dingen trennen?

Ich weiß, dass es jetzt eine Bloggerin gibt, die schmunzelt, weil sie genau weiß, dass ich durch ein Gespräch mit ihr auf diese Frage gekommen bin. J
Wie ich euch schon erzählt habe, renovieren wir unser Schlafzimmer und bekommen in dem Zug auch neue Möbel. Das heißt: Alle alten Schränke mussten ausgeräumt werden und ich staunte nicht schlecht, was da alles zum Vorschein kam.
Da wir ganz bewusst weniger Stauraum im neuen Schlafzimmer haben werden, müssen wir uns von vielen Dingen trennen und das ist auch gut so. – Immer mal wieder räume ich auf und aus, denn eines ist nicht zu unterschätzen: 


Alles gibt seine Energien ab.

Foto: Pixelio.de/Margot Kessler

Manche Menschen hüten viele Schätze aus Kindertagen. Einige bewahren Liebesbriefe auf. Daran kann doch nichts Schlechtes sein – oder doch?
Wenn wir Dinge aus Kindertagen aufheben, sollten wir uns vielleicht fragen, warum wir das tun. Haben wir Angst, die Verbindung zu früher und zu den Menschen, an die wir dabei denken, völlig zu kappen? Halten wir mit den Objekten eine unsichtbare Verbindung aufrecht?
Wenn die Tage unserer Kindheit glücklich waren, wird der Gegenstand keine negativen Energien abgeben. Doch wie sieht es aus, wenn das Objekt mit vielleicht traurigen Erinnerungen verbunden wird? Was macht es dann mit uns, wenn wir es betrachten? – Was macht es mit uns, wenn wir spüren, dass diese Zeit vorüber ist und nicht zurückkommen wird?


Foto: pixelio.de/Rainer Sturm


Auch bei den Liebesbriefen! 
Warum heben wir sie auf? 

Um uns an die schöne Zeit zu erinnern? Klar! Doch beim Lesen dieser alten Briefe passiert etwas mit uns. - Vielleicht machen sie uns ebenfalls traurig, weil wir erkennen, dass es so wie damals nicht mehr ist. Oder ist es ganz anders und bei der Erinnerung kommen Gefühle hoch, die wir gerne wieder aufleben lassen möchten?

Denkt ihr auch über derartige Dinge nach 
und trennt euch ganz bewusst von einigen Erinnerungsstücken, 
weil die Energien euch beeinflussen könnten, 
nicht mehr zu euch passen 
oder die Dinge 
einfach abgeschlossen werden sollten?

Magst du davon erzählen?


Varis: Ich bin ein Mensch, der sich auf die Gegenwart konzentriert und Gegenstände aus der Vergangenheit nicht hortet. Die Vergangenheit trägt man im Herzen und sie wird immer ein Teil von einem sein, aber das Leben spielt sich im Hier und Jetzt ab. 
Martina: Dem ist nichts hinzuzufügen. :-)
Klaudia: Ein sehr interessantes Thema...jedoch habe ich bisher nicht noch wirklich drüber nachgedacht. Leider horte ich viel zu viel....und das werde ich mir mal mehr bewusst machen und in Angriff nehmen;-).
Martina: Das freut mich, dass du darüber nachdenken möchtest.
Regina: Seit ich die sechzig überschritten habe, bin ich ein wenig gründlicher im Aussortieren geworden. Manchmal denke ich: Wenn ich mal nicht mehr da bin, wer will diesen ganzen "Mist" entsorgen und will ich eigentlich, dass andere (auch meine Kinder) darin herumwühlen? Nee, will ich nicht. Deshalb trenne ich mich von Dingen (auch alten Briefen), die nicht unbedingt für andere Augen bestimmt sind. Auch bei den Büchern habe ich schon angefangen. Bücher, die ich nie und nimmer mehr lesen werde, bringe ich entweder in die öffentlichen Bücherschränke oder entsorge sie im Papiermüll, wenn sie vermutlich auch niemand anders lesen will. Einmal habe ich eine ganze Kiste einer Frau geschenkt, die damit so Bücherkunst macht, also Staubfänger, die dann Wörter wie LOVE oder sowas bilden. Hast du bestimmt schonmal gesehen ...
Mit Kleidung bin ich noch vorsichtig, habe ja verschiedenen Größen in meinem Kleiderschrank, die immer mal wieder passen könnten - alles bis Größe 42, also die Elfengrößen, habe ich aber bereits verschenkt, eine Elfe werde ich wohl nicht mehr werden.
Martina: Lach! Das kenne ich. Auch in meinem Kleiderschrank gab es verschiedene Größen. Heute nicht mehr. Es ist, wie es ist und gut! - Was du schreibst, macht mich nachdenklich und ist ein Aspekt, den man bedenken sollte. - Ich weiß von einem Fall, wo das ganze Haus voll ist von Dingen, die die Mutter nicht wegwerfen konnte (wie sie immer gesagt hat). Jetzt tun sich die Kinder schwer damit, diese zu entsorgen, weil es ja Dinge sind, die der Mutter wichtig waren. - Ich habe in dieser Hinsicht nichts mehr, woran ich mein Herz hängen könnte - außer den Menschen, die zu meiner engsten Familie gehören!
Sophia: Trennen von Dingen, Puh..
Ich bin in meinem Leben schon so unglaublich oft von einem Ort zum nächsten gezogen, dass ich solche Erinnerungsstücke gar nicht habe. Schade vielleicht, aber wie du schon sagst, alles ist Energie. Lediglich Kleinkindererinnerungsstücke meines Sohnes hab ich zu meiner Mutter gebracht um sie aufzubewahren, falls er sie einmal haben/sehen möchte, oder seinen Kindern zeigen will.
Ich finde es schön, Erinnerungen nicht nur im Kopf zu haben, sondern sie auch anfassen zu können... ab und zu mal
Lieben Gruß und danke für deine Denkanstöße, mir tun sie gut
Martina: Ich finde es gut, dass du die Entscheidung, wie er mit seinen Erinnerungsstücken umgehen möchte, bei deinem Sohn lässt und nicht für ihn entscheidest. - Dazu neigen Eltern häufig! :-) 
Helga: Ja ich trenne mich ganz bewusst von vielen alten Erinnerungsstücken.
Aus meiner Kindheit habe ich nur ein paar selbst gemachte Dinge aufgehoben.
Alte Liebesbriefe, Geschenke und meine alten Tagebücher habe ich vor Jahrzehnten mit einem Feuerritual entsorgt, nachdem ich mich innerlich davon gelöst hatte.
Aber von extrem vielen alten Gebrauchsgegenständen haben wir uns im letzter Zeit verabschiedet, wir brauchten Platz für unsere neuen Obermieter (sie wohnen oben :)) Da staunt man /frau beim ausmisten, was sich so alles in den Räumen versteckt hatte... Nun fühle ich mich erleichtert, es ist immer noch zu viel von uns und unseren Jungen im Haus, wir werden immer mal wieder Razzia mit Rauswurf machen, der Dachboden ist als nächstes dran.
In diesem Sinne wünsche ich ein fröhliches loslassen innen wie außen. 

Martina: Ich bin auch ein 'Obermieter' :-), weil ich sooo gerne oben wohne! - Dadurch, dass wir unser Haus über Jahre hinweg umgebaut und renoviert haben, ist seeehr viel Altes entsorgt worden. - Da mein Opa dieses Haus gebaut hat und es mit seiner Familie und den Schwiegereltern bewohnte, kannst du dir vorstellen, was da alles zu finden war. - Danach bewohnten meine Eltern mit ihrer Familie dieses Haus. - Wir wurden also von vielen Dingen und alten Energien umgeben, die wir mit Respekt vor den Ahnen, aber auch mit Dankbarkeit, dass wir und die Familie unserer Tochter jetzt dieses Haus bewohnen dürfen, entsorgt haben. - Es ist befreiend, sich von Materiellem, aber auch von alten Erinnerungsstücken, zu trennen. Da stimme ich dir zu. Dennoch: Dieses Loslassen - manchmal nicht so einfach.
Manu: mmmh, der Mann würde sagen: "Ja, wir müssen achtgeben, dass wir nicht irgendwann mit einem Schild- Abzugeben - vor der Türe stehen" Aber ganz so schlimme find ich mich nicht! Ich hätte es gerne noch etwas leichter. Das fällt mir aber im Hobbyraum so unendlich schwer, da ich mir jedem Teilchen sofort wieder gefühlte hundert neue Ideen im Kopf habe, was daraus entstehen könnte. Und dann gibt es noch eine Ecke im Keller die voll ist mit alten Schätzen. Die stehen da zwar nicht rum, sondern werden immer wieder verdekoriert, aber es könnte etwas weniger sein. Also kurz und knapp, ein Messie bin ich mit Sicherheit nicht und alles was ich nicht mehr mag, oder mit negativen Gedanken verbunden ist, darf sofort gehen!
Martina: Okay, dass es dir schwer fällt, Dinge aus dem Hobbyraum zu entfernen, das glaube ich gerne. Man könnte es ja nochmal gebrauchen! :-) - Kann ich mir gut vorstellen. - Aber wer ein Haus hat, kennt das: Je mehr Platz zur Verfügung steht, umso mehr bewahrt man auf. - Das kenne ich auch!
Cosmee: Jahrzehntelang habe ich alte Tagebücher gehütet, die ich ab 17 vollgeschrieben habe und dies bis weit in die Vierziger. In diesem Jahr, ich bin über 60, habe ich sie endlich geschreddert. Der Gedanke, dass meine Kinder darin lesen könnten, wenn ich gestorben bin, den fand ich ganz schauderhaft. Denn ich bin längst nicht mehr die, die ich damals war. Und ich bin wirklich froh drum, eine Last fiel von mir.
Martina: Oh ja, gerade Tagebücher enthalten natürlich sehr viele Emotionen - auch wenn es die eigenen sind. Das ist sicher nicht zu unterschätzen. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass du dich wie befreit gefühlt hast, als diese 'Altlasten' von dir genommen wurden. - Danke für deinen Kommentar!
Jutta: Ich halte es eigentlich genau wie "Regina ".
Allerdings habe ich eine Erinnerungskiste, da sind mine gesammelten Werke von Tagebüchern drin und ein paar "Werke " meiner Kinder , Briefe zum Muttertag ect.
Da kann ich mich einfach nicht trennen.;-)
Ansonsten weg mit dem Ballast !
Ach ja, meine Tagebücher können meine Kinder ruhig lesen, da verstehen sie mich vielleicht dann besser in so manchen Dingen. 
Martina: Über den letzten Satz musste ich einerseits schmunzeln, andererseits habe ich mich gefragt, ob deine Kinder sie wirklich lesen würden. Empfindet man das nicht als einen Eingriff in die Privatsphäre des anderen - auch über den Tod hinaus? Ich weiß es nicht. - Ja, diese Erinnerungskisten sind sehr beliebt - aber voller Energien und Emotionen :-)!! 
Klärchen: Oh,je, Martina, ich bin gerade dabei auszumisten, weil ich muss... Viel ist es nicht, aber eine Kiste(Blechdose habe ich, da fällt es schwer),aber ich empfinde wie Regina und Jutta.In der großen alten Dose habe ich nur schöne Erinnerungen. Allerdings die Todesanzeigen meiner Mutter und meines Vaters, die sind etwas besonderes.Die Briefwechsel mit meiner Freundin, die Liebesbriefe zwischen meinem Mann und mir, erzählen meine Lebensgeschichte in der Jugend. Die werde ich für meine Biografie verwenden und meinen Kindern schenken.Natürlich nicht alles, das Geheimste bleibt geheim.Auch das Armbändchen meines ersten Kindes habe ich aufbewahrt, blau, eine Freude! Ja, manchmal schaue ich und lese, denke wie viele Veränderungen es gab.Lebe im Heute und brauche Erinnerungen um zu sehen wie sich alles geändert hat.Ich lächele dann und habe die Bilder vor mir ohne Wehmut und bekomme einen andere Sicht auf viele Dinge die passiert sind, eher hat sich alles ins positive gewandelt.Es bleibt Dankbarkeit, und Schmerz der mir zugefügt wurde habe ich verstanden und verziehen, soweit es geht.Es ist eben in der Kiste und abgeheftet!Alles andere ist in meinem Herzen und im Kopf!
Martina: Wenn man beim Anblick von alten Dingen sagen kann, dass sich alles zum Besseren gewendet hat, ist das sehr schön. Auch die Idee, den Kindern eine Biografie zu hinterlassen ist nicht schlecht. Wir wissen es aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man die Mutter nicht mehr fragen kann: Wie war das früher bei dir? So kann man manches besser verstehen. - Doch bei den Todesanzeigen bekomme ich eine Gänsehaut. Was macht sie so besonders für dich?
Erica Sta: Ja und Nein zugleich. Da sind weniger die Erinnerungsstücke - die es freilich gibt - als der Gedanke, das eine oder andere weiter verwenden zu können. Bin ich doch noch in der Generation aufgewachsen, da man lange auf etwas gespart hat und wenn der Stuhl, das Kleid etc. schäbig wurde, hat man sich die Mühe gemacht es zu reparieren und/ oder zu restaurieren.
Inzwischen änderten sich die Materialien, was früher aus Holz gefertigt, liegt als Plastikteil vor, von dem ich mich ohne mit der Wimper zu zucken verabschieden kann.
Fazit: Ich habe Prinzipien!

Martina: Das kenne ich natürlich, wie du auch. Es wurde gespart und dann erst gekauft - und zwar etwas Hochwertiges. - Du hast schon recht, dass man sich heute leichter trennt, weil viele Dinge aus Plastik sind, doch auch die könnte mein Mann evtl. noch gebrauchen ;-). - Prinzipien zu haben ist sicher nichts Schlechtes!

Kommentare:

  1. Ich bin ein Mensch, der sich auf die Gegenwart konzentriert und Gegenstände aus der Vergangenheit nicht hortet. Die Vergangenheit trägt man im Herzen und sie wird immer ein Teil von einem sein, aber das Leben spielt sich im Hier und Jetzt ab.
    LG, Varis

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  2. Liebe Martina,
    ein sehr interessantes Thema...jedoch habe ich bisher nicht noch wirklich drüber nachgedacht. Leider horte ich viel zu viel....und das werde ich mir mal mehr bewusst machen und in Angriff nehmen;-).

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, wünscht dir
    Klaudia

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  3. Liebe Martina,
    seit ich die sechzig überschritten habe, bin ich ein wenig gründlicher im Aussortieren geworden. Manchmal denke ich: Wenn ich mal nicht mehr da bin, wer will diesen ganzen "Mist" entsorgen und will ich eigentlich, dass andere (auch meine Kinder) darin herumwühlen? Nee, will ich nicht. Deshalb trenne ich mich von Dingen (auch alten Briefen), die dnicht unbedingt für andere Augenbestimmt sind. auch bei den Büchern habe ich schon angefangen. Bücher, die ich nie und nimmer mehr lesen werde, bringe ich entweder in die öffentlichen Bücherschränke oder entsorge sie im Papiermüll, wenn sie vermutlich auch niemand anders lesen will. Einmal habe ich eine ganze Kiste einer Frau geschenkt, die damit so Bücherkunst macht, also Staubfänger, die dann Wörter wie LOVE oder sowas bielden. Hast du bestimmt schonmal gesehen ...
    Mit Kleidung bin ich noch vorsichtig, habe ja verschiedenen Größen in meinem Kleiderschrank, die immer mal wieder passen könnten - alles bis Größe 42, also die Elfengrößen, habe ich aber bereits verschenkt, eine Elfe werde ich wohl nicht mehr werden.
    Lieber Sonntagsgruß zu dir
    Regina

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  4. Trennen von Dingen, Puh..
    Ich bin in meinem Leben schon so unglaublich oft von einem Ort zum nächsten gezogen, dass ich solche Erinnerungsstücke gar nicht habe. Schade vielleicht, aber wie du schon sagst, alles ist Energie. Lediglich Kleinkindererinnerungsstücke meines Sohnes hab ich zu meiner Mutter gebracht um sie aufzubewahren, falls er sie einmal haben/sehen möchte, oder seinen Kindern zeigen will.
    Ich finde es schön, Erinnerungen nicht nur im Kopf zu haben, sondern sie auch anfassen zu können... ab und zu mal
    Lieben Gruß und danke für deine Denkanstöße, mir tun sie gut
    Sophia

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  5. Hallo Martina,
    mmmh, der Mann würde sagen: "Ja, wir müssen achtgeben, dass wir nicht irgendwann mit einem Schild- Abzugeben - vor der Türe stehen" Aber ganz so schlimme find ich mich nicht! Ich hätte es gerne noch etwas leichter. Das fällt mir aber im Hobbyraum so unendlich schwer, da ich mir jedem Teilchen sofort wieder gefühlte hundert neue Ideen im Kopf habe, was daraus entstehen könnte. Und dann gibt es noch eine Ecke im Keller die voll ist mit alten Schätzen. Die stehen da zwar nicht rum, sondern werden immer wieder verdekoriert, aber es könnte etwas weniger sein. Also kurz und knapp, ein Messie bin ich mit Sicherheit nicht und alles was ich nicht mehr mag, oder mit negativen Gedanken verbunden ist, darf sofort gehen!
    LG zu Dir
    Manu

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  6. Jahrzehntelang habe ich alte Tagebücher gehütet, die ich ab 17 vollgeschrieben habe und dies bis weit in die Vierziger. In diesem Jahr, ich bin über 60, habe ich sie endlich geschreddert. Der Gedanke, dass meine Kinder darin lesen könnten, wenn ich gestorben bin, den fand ich ganz schauderhaft. Denn ich bin längst nicht mehr die, die ich damals war. Und ich bin wirklich froh drum, eine Last fiel von mir. LG von Cosmee

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  7. Hallöchen,
    ganz schnell noch meinen Beitag .( waren heute eingeladen, daher eine Zeit eher zum schreiben )
    Ich halte es eigentlich genau wie "Regina ".
    Allerdings habe ich eine Erinnerungskiste, da sind mine gesammelten Werke von Tagebüchern drin und ein paar "Werke " meiner Kinder , Briefe zum Muttertag ect.
    Da kann ich mich einfach nicht trennen.;-)
    Ansonsten weg mit dem Ballast !
    ♥lichst Jutta
    Ach ja, meine Tagebücher können meine Kinder ruhig lesen, da verstehen sie mich vielleicht dann besser in so manchen Dingen.

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  8. Oh,je, Martina, ich bin gerade dabei auszumisten, weil ich muss... Viel ist es nicht, aber eine Kiste(Blechdose habe ich, da fällt es schwer),aber ich empfinde wie Regina und Jutta.In der großen alten Dose habe ich nur schöne Erinnerungen. Allerdings die Todesanzeigen meiner Mutter und meines Vaters, die sind etwas besonderes.Die Briefwechsel mit meiner Freundin, die Liebesbriefe zwischen meinem Mann und mir, erzählen meine Lebensgeschichte in der Jugend. Die werde ich für meine Biografie verwenden und meinen Kindern schenken.Natürlich nicht alles, das Geheimste bleibt geheim.Auch das Armbänchen meines ersten Kindes habe ich aufbewahrt, blau, eine Freude! Ja, manchmal schaue ich und lese, denke wie viele Veränderungen es gab.Lebe im Heute und brauche Erinnerungen um zu sehen wie sich alles geändert hat.Ich lächele dann und habe die Bilder vor mir ohne Wehmut und bekomme einen andere Sicht auf viele Dinge die passiert sind, eher hat sich alles ins positive gewandelt.Es bleibt Dankbarkeit, und Schmerz der mir zugefügt wurde habe ich verstanden und verziehen, soweit es geht.Es ist eben in der Kiste und abgeheftet!Alles andere ist in meinem Herzen und im Kopf!
    Liebe grüße zu dir, Klärchen

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  9. Ja und Nein zugleich. Da sind weniger die Erinnerungsstücke - die es freilich gibt - als der Gedanke, das eine oder andere weiter verwenden zu können. Bin ich doch noch in der Generation aufgewachsen, da man lange auf etwas gespart hat und wenn der Stuhl, das Kleid etc. schäbig wurde, hat man sich die Mühe gemacht es zu reparieren und/ oder zu restaurieren.

    Inzwischen änderten sich die Materialien, was früher aus Holz gefertigt, liegt als Plastikteil vor, von dem ich mich ohne mit der Wimper zu zucken verabschieden kann.

    Fazit: Ich habe Prinzipien!

    Mit sonnigen 🌻🌻🌻 Grüßen, Heidrun

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